GERHARD RICHTER, ANDY WARHOL, MARKUS LÜPERTZ, MATTHIAS MEYER, YIGAL OZERI,
STEFAN HUNSTEIN, JAN DAVIDOFF, ANNA KRAMMIG, HAYING XU, JOEL GREY, TIM MAGUIRE,
IZIMA KAORU, GIOVANNI CASTELL, LUZIA SIMONS, THOMAS STIMM, TINA BERNING und
DIETER REHM

"Eden Now"


Ausstellungeröffnung: 07.02.2018 um 19.00Uhr
Dauer der Ausstellung: 8 Februar bis 7 April 2018


Unter dem Titel EDEN NOW präsentiert die Galerie Andreas Binder Gemälde, Fotoarbeiten und Skulpturen zeitgenössischer Künstler, die durch Zeit und Kontext bedingte Vorstellungen des Paradieses widerspiegeln. Florale- und Landschaftsmotive fügen sich im konstruierten Raum zu einem einheitlichen Bild Edens zusammen und enthüllen so die tief im Menschen verankerte Sehnsucht nach einem Leben in Harmonie mit der Natur.

Dabei ist die Geschichte des Garten Edens seit jeher anachronistisch und paradox. In vielen Religionen ist das Paradies sowohl der Anbeginn der Schöpfung als auch das Ende des diesseitigen Daseins. Gleichzeitig rückte mit der Zivilisation die Schönheit des domestizierten Gartens, alsbald die unkontrollierbaren Naturmächte gezähmt und die Primärbedürfnisse des sesshaft gewordenen Menschen befriedigt waren, in den Vordergrund. Als Welten zwischen göttlicher und menschlicher Natur stehen sie jedoch stets bildhaft für vollkommenes Glück. Und dennoch unterliegt die Rezeption des mythischen Garten Edens in der bildenden Kunst historisch bedingten inhaltlichen und ästhetischen Veränderungen.

Haftete dem Garten nach dem 2. Weltkrieg stets das Etikett eines kleinbürgerlichen Pseudo-Idylls an, so wurde auch das Motiv der Blume in der Kunst aufgrund seiner vermeintlich belanglosen, harmlosen Schönheit vermieden. Der Abbildung einer nur an der Oberfläche heilen Welt begegneten die Künstler der Avantgarde mit der Weigerung zur figürlichen Darstellung und einer Verneinung der Ausdrucksfähigkeit der Sprache. Parallel dazu fand eine populäre Ästhetik der Harmlosigkeit und des Kitschs immer mehr Zuspruch in der Gesellschaft. Eine nur langsam voranschreitende Auflösung dieser sozio-kulturellen, distinktiven Spaltung zwischen höheren und niederen Kunstformen lässt sich erstmalig in der bewusst auf abstrakte, intellektuelle Kunst re-agierenden PopArt beobachten. So greift Andy Warhol in seiner Flowers-Serie das Motiv der Blume in seiner ganzen Figürlichkeit auf und entsinnlicht es auf ironische Weise und in einer Werbe-Ästhetik vollends.

Galerie Andreas Binder
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Yigal Ozeri
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