Die Gestalt des Menschen stand zeitlebens im Vordergrund des Interesses von Anton Hiller.

Zusammen mit Toni Stadtler, Fritz Wrampe und Ludwig Kasper gehörte er in den zwanziger Jahren zur Elite der deutschen Bildhauer und war zunächst von der strengen klassizistischen Haltung seines Lehrers Hermann Hahns geprägt. 
Hillers bildnerisches Suchen galt jedoch dem Bemühen, traditionelle Vorstellungen von Figur und ihrer bildnerischen Darstellung aufzubrechen, um zur „Urform“ zu gelangen.
Er fügte strenge stereometrische Körper wie Zylinder, Kegel, Kuben und Kugeln in Konstellationen zusammen, die bei aller konstruktiven oder architektonischen Strenge und Abstraktion die menschliche Figur stets als Ausgangspunkt plastisches Gestalten erkennen lassen. 
Anton Hiller hat die menschliche Gestalt vereinfacht, aber sie nicht zur geometrischen Formel abstrahiert.
„Ich legte immer einen großen Wert darauf, dass in meinen Werken ein fester innerer Kern, das Blockhafte enthalten und fühlbar ist und dass die Grenze von Körper und Luftraum eindeutig sichtbar ist. In meinen Kompositionen, die auf Wirkung und Gegenwirkung bedacht sind, soll Ruhe und Bewegung und Funktion zum Ausdruck kommen und sinnfällig ein einheitliches Ganzes ergeben.“, so Anton Hiller 1974.
Ferner umkreist er auch in seinem graphischen Werk fortwährend die Erscheinung von Körperformen, auch Fragmenten im Raum in Licht und Schatten. Auch die Papierarbeiten lassen seine Reduktion menschlicher Körper nachspüren.
Mit Ausnahme weniger Blätter, die einen Bezug zu bestimmten Plastiken haben, entsteht das graphische Werk selbstständig neben dem plastischen Werk, das außer den Zeichnungen und Aquarellen einige Holzschnitte, Lithographien und Prägedrucke umfasst..

Galerie Andreas Binder
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